Rhodos

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Rhodos Geschichte

Geschichte von Rhodos insel

Rhodos wurde bereits seit der prahistorischen Epoche besiedelt, was auch den reichen Sagenschatz der Insel erklart. Einen starken Einfluss ubte die mykenische Kultur aus, von der zahlreiche Funde in den Nekropolen von Ialysos und Kamiros zeugen. Unter ihrem Fuhrer Tlepolemos kolonisierten die Dorer die Insel und teilten sie in drei Stadtstaaten auf, die einen enormen Aufschwung zu verzeichnen katten. In der Antike waren sie an der Grundung der historischen Hexapolis beteiligt.
Die Insel erlebte eine gro?e Blutezeit im Bereich der Schifffahrt und des Handels, grundete wichtige Kolonien in Unteritalien, Sizilien und an den Kusten Kleinasiens und pflegten im Allgemeinen gute Beziehungen zu den Agyptern. Auf den rhodischen Gefa?en wird der neue Zeitgeist abgebildet, der damals herrschte und sehr stark von der ostlichen Tradition beeinflusst wurde. Eine gro?e Personlichkeit des 6. Jahrhunderts war Kleobolos aus Lindos, einer der Sieben Weisen der Antike. Eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Insel war die Grundung der Stadt Rhodos, 408 v. Chr.. Ihre Blutezeit erlebte die Insel im 4. Jh.v.Chr. als auch der beruhmte Koloss von Rhodos aufgestellt wurde. Er war ein Werk des Chares aus Lindos, einem Schuler des Lysippos.
Als einflussreiche politische Einheit und Streitmacht herrschte Rhodos wahrend des gesamten 3, Jh.v.Chr. und blieb dabei stets ihren Wirtschaftsinteressen treu. Auf diese Weise stellte sie sich an die Seite Roms und erlebte Anfang des 2. Jh.v.Chr. eine gro?e wirtschaftliche Blutezeit. Im Jahre 88 v.Chr. wurde die Insel von Mithridates angegriffen. Kassios, der nach der Ermordung des Kaisers auf der Insel Zuflucht suchte und die Rhoder um Hilfe bat, die sie ihm verweigerten, verursachte gro?en Schaden im Jahr 42 v. Chr. Der Verfall der Insel begann nach dem gro?en Erdbeben von 155 n. Chr.. In den folgenden Jahren erlitt die Insel dasselbe Schicksal der anderen Inseln, aber trotz standiger Raubzuge verlor sie ihre wirtschaftliche und strategische Bedeutung nicht. Ab dem 7. Jh.n.Chr. erfuhr Rhodos Angriffe durch Perser, Araber und Sarazenen und im 9. Jh.n.Chr. durch die Seldschuken. Vor allem im 11. und 12. Jh. blieb ihre Rolle im ostlichen Mittelmeer stabil, als sie Handelsbeziehungen zu den Venezianern und dem Westen entwickelte. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch wichtige Kulturdenkmaler gebaut und bedeutende Bibliotheken geschaffen. Von 1204 bis 1246 wurde Rhodos vom Stadtherrn Leon Gabalas regiert und diesem folgend von den Genuesen bis zum Jahre 1309. In diesem Jahr lie?en sich Ritter des Johanniterordens auf der Insel nieder. Sie restaurierten die Burg im Einklang mit den neuen Anforderungen der Kriegskunst und schufen eine in Europa einzigartige Festungsanlage. In jener Zeit erlebte die Insel nicht nur eine wirtschaftliche Blute, sondern auch eine kunstlerische und geistliche Entwicklung. 1522 wurde sie nach einer langen Belagerungszeit von den Turken erobert. 1912 unterlag Rhodos der italienischen Herrschaft. Die Italiener hinterlie?en ihre Spuren durch die im Kolonialstil erbauten Hauser. Erst 1948 fand die Vereinigung mit Griechenland statt.

Mythos und Wirklichkeit
Der beruhmte Koloss von Rhodos, der zu den Sieben Weltwundern der Antike gehort, wurde von einem Schuler des beruhmtes Bildhauers Lysippos, Chares von Lindos, geschaffen. Der Kunstler benotigte zwolf Jahre (302 - 290 v.Chr.) um sein Werk fertig zu stellen. Die Statue war aus Bronze gegossen und hatte eine Hohe von 31 Metern. Bis heute gibt es keine Beweise dafur, wie und wo der Koloss aufgestellt wurde. Spateren Beschreibungen nach soll die Statue am Hafeneingang so aufgestellt worden sein, so dass die Schiffe unter seinen Beinen hindurchfuhren, um im Hafen anzulegen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der Koloss in Stadtnahe stand. Als er beim gro?en Erdbeben von 226 v.Chr. in sich zusammen fiel, muss er viele Hauser unter seiner Masse begraben haben. Die Geschichte der Statue endet 653 v.Chr. als der Araber Moavias Rhodos einnahm und die Statue einem judischen Handler verkaufte, der nach der Uberlieferung diese zerlegte und mit einer Karawane von 900 Kamelen in den Orient brachte.

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